Cima Margherita (Videsott 5-)

Romi und ich wollten schon immer einmal in die Brenta zum klettern. Da das Wetter in der Brenta hervorragend angesagt war, beschlossen wir dies in die Tat umzusetzen. Ziel war die Tour Videsott auf der Cima Margherita. Diese sollte laut Führer ein Geheimtipp mit toller abwechslungsreicher Kletterei sein. Am Freitag den 13.08.2016 fuhren wir nach Molveno (sehr schöne Gegend mit super See). Am nächsten Tag in der Früh gingen wir von Pradel Richtung Pedrotti Hütte. Sehr langer aber wunderschöner Hüttenzustieg mit Blick auf die tolle Gebirgslandschaft der Brenta (Campanile Basso etc.). Nach ca. 3 Stunden erreichten wir die Hütte die spektakulär auf einen Felsplateau errichtet ist. Nach einem Mittagessen machten wir uns auf den Weg zum Einstieg der Tour (ca. 40min). Als Topo hatten wir die von Topoguide.de mit.

Der Einstieg ist gar nicht so leicht zu finden. Am Beginn der Wand befinden sich große Blöcke wo Wasserkabeln herumliegen. Hier noch ca. 10m hinaufklettern zu einem markanten Block. Original steigt man 50m weiter rechts direkt am Beginn der markanten Rampe ein. Bei unserem Topo wird direkter eingestiegen. Hier machten wir mit Friends einen Stand. Die erste Seillänge führt über eine kurze Verschneidung zu einer Platte die man nach rechts quert. Von dort noch ein paar Meter hoch zu einem Stand an einer Sanduhrschlinge. Bei der zweiten Seillänge gerade (Verschneidung rechts der Kante) hoch zur markanten Rampe zum Stand mit 2 geschlagen Haken. Bei der dritten Seillänge zuerst ca. 15m der Rampe links entlang, danach wird die Rampe steiler. Hier hinauf bis zu einem Band. Hier Stand an 2 geschlagen Haken. Bei der vierten Seillänge wieder ein Stück nach links, gerade hinauf, 2 geschlagene Haken, kurz nach links zu einem Stand an zwei geschlagene Haken. Nun folgt die Schlüsselseillänge eine steile gelbgraue Wand gerade hinauf bis zu einem markanten kleinen Überhang. Unterhalb Stand an 2 geschlagenen Haken. Nun gibt es zwei Möglichkeiten entweder nach rechts in eine Verschneidung oder direkt über den Überhang. Wir kletterten direkt über den Überhang auf ein großes Band, hier leicht rechts haltend auf einen großen abstehenden Block/Türmchen (Haken) und die Verschneidung weiter bis zu einem Stand mit 2 geschlagenen Haken. In der sechsten Seillänge die Verschneidung weiter, hier kommt nach ca. 5m ein Band. Hier hatten wir unseren Verhauer da in der Topo ein Band eingezeichnet ist wo man nach links queren soll um auf Platten weiterzuklettern. Auf diesem Band noch nicht ausqueren sondern die Verschneidung rechts der Kante weiterklettern. Hier kommt nach ein paar Meter das richtige Band. Die letzte Seillänge geht dann über Platten wunderschön (Zwischenhaken) auf das Gipfelplateau. Da wir aber falsch ausgequert sind und somit zu früh in die Platten eingestiegen sind war es noch einmal ganz schön spannend, denn diese 20m bis auf den Gipfel hatten es in sich, da bis auf die letzen 5m keine Möglichkeit gab irgendwelche Sicherungen unterzubringen. Zum Glück war der Fels fest und gut zu klettern. Das  ganze war dann aber eher im sechsten Schweirigkeitsgrad und ging ganz schön auf die Psyche. Der Gipfel hat einen wunderbaren Ausblick auf den Campanile Basso, Crozzon di Brenta, Brenta Basso und Co. Der Abstieg ist im Topo sehr gut beschrieben und auch leicht zu finden. Hier wird nur von einer Abseilstelle mit 25 Metern gesprochen es sind aber zwei hintereinander mit jeweils 25 und 20 m.

Das Topo zu der Tour ist leider nicht sehr genau und die Wegfindung nicht immer  leicht. Bis auf unseren Verhauer lässt sich die Tour aber gut mit Friends und Keilen absichern. Teilweise müssen auch die Stände (Beginn und Ende) selbst gebaut werden. Vom immer festen Fels kann ebenfalls keine Rede sein, immer wieder wird die Wand von brüchigen Bändern durchzogen was vor allem dem Nachsteiger nicht immer gefallen wird. Trotzdem eine interessante und abwechslungsreiche Tour die von der Hütte aus eine Halbtages Unternehmung ist.

Topo auf Topoguide.de erhältlich.

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